Simphiwe Dana wird als neue Stimme Südafrikas gefeiert. Die Musik der 27-jährigen Soulsängerin ist innovativ, aber auch traditionsbewusst:
Nicht umsonst heißt ihr Lieblings-Café im neuen Zentrum von Johannesburg „Sophiatown“.
Die Heimat des südafrikanischen Jazz, das multikulturelle „Harlem von Johannesburg“ wurde ab 1955 von der Apartheid-Regierung abgerissen, seine Bewohner nach Soweto vertrieben. „Eines von vielen Verbrechen damals, und noch immer ist es nicht viel besser mit Häusern für die Armen.“ Simphiwe Dana sitzt auf einem der Ledersofas vor mit Musikszenen bemalten Wänden und unterstreicht ihre Ausführungen mit weitausholenden Gesten. Ihre Stimme ist dunkler, als man sie von einem so zarten Geschöpf erwarten würde.
„Wenigstens tut sich jetzt hier wieder etwas..“ Sie weist nach draußen – das Areal unweit der Nelson Mandela Bridge hat den wie Hohn anmutenden Apartheid-Namen „Triompf“ abgelegt und erwacht zu altem, neuem Leben.
Simphiwe Dana hat eine Vielzahl nationaler Preise gewonnen, ihre beiden Alben haben -selbst in unruhigen Zeiten- Platin-Status erreicht. Das erste heißt „Zandisile“.„Das bedeutet auf Xhosa: Die, die sich ihren Traum erfüllt. Es geht um mich, meine Tochter Zazi, aber auch um alle afrikanischen Träume. Es ist wichtig, dass wir unsere Sprache bewahren und sie unseren Kindern weitergeben. Nur in Xhosa kann ich wirklich sagen, was ich meine.“